Das Tumorzentrum

Aufbau des Tumorzentrum Regensburg e.V.

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Das Tumorzentrum Regensburg e.V. ist ein gleichberechtigter Zusammenschluß aus Klinikum der Universität Regensburg, den Krankenhäusern der Oberpfalz und den niedergelassenen Ärzten der Oberpfalz (vertreten durch die KV Bayerns, Bezirksstelle Oberpfalz, siehe auch Vorstandsmitglieder).

 

 

 

 

Der Vorstand des Tumorzentrum Regensburg e.V., der alle drei Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt wird, besteht aus: 3 Vertretern des Universitätsklinikums, 3 Vertretern der niedergelassenen Ärzte, 3 Vertretern der Krankenhäuser (siehe auch Vorstandsmitglieder).

 

 

Entwicklung des Tumorzentrum Regensburg e.V.

Das Tumorzentrum Regensburg e.V. besteht seit 1991. Es wurde zunächst für zwei Jahre als Modellprojekt zur Verbesserung der onkologischen Versorgung von Tumorpatienten in der Oberpfalz vom Bundesgesundheitsministerium gegründet und gefördert. Im Anschluß daran wurde die Finanzierung durch die Krankenkassen übernommen.

 

Das Tumorzentrum ist drittelparitätisch besetzt, es dokumentieren verlaufsbegleitend 1100 niedergelassene Ärzte, vertreten durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern, Bezirkstelle Oberpfalz, 45 regionale Krankenhäuser und alle Abteilungen des Universitätsklinikums Regensburg. Seit 1991 sind über 100.200 Tumorpatientenverläufe von der Diagnose bis zur Nachsorge dokumentiert. Anhand der vorhandenen Daten werden Versorgungsanalysen für einzelne Tumorentitäten dargestellt und Rückmeldungen an die Ärzte, sowohl für die Versorgung der gesamten Oberpfalz, als auch für ihren eigenen Tätigkeitsbereich gesandt. 7 Qualitätszirkel führen in den Landkreisen der Oberpfalz regelmäßig Fortbildungen und Fallkonsile durch.

1998 wurden für einzelne Tumoren Projektgruppen gebildet. In diesen Projektgruppen sind alle an der Therapie eines Karzinoms beteiligten Ärzte organisiert, es werden gemeinsame Empfehlungen anhand des jeweiligen Versorgungsstandes entwickelt, in Anlehnung an vorhandene nationale und internationale Leitlinien der Fachgesellschaften (z.B. der Deutschen Krebsgesellschaft). Darüberhinaus finden zweiwöchentlich onkologische Kolloquien statt, die einen Fachvortrag über neuere Therapieänsätze im Bereich einzelner Karzinome, sowie Patientenfallbesprechungen beeinhalten. Diese Kolloquien werden telemedizinisch in 12 regionale Krankenhäuser übertragen und sind ebenfalls interdisziplinär.

Seit 1998 werden auch Aufgaben des epidemiologischen Krebsregisters übernommen, zunächst nur für die Oberpfalz, seit 2002 auch für Teile Nieder- und Oberbayerns. Weiterhin werden Studien und Forschungsprojekte auch mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums durchgeführt. Das Spektrum der Aufgaben nimmt stetig zu.

Aufgaben des Tumorzentrum Regensburg e.V.

  • flächendeckende, sektorübergreifende und bevölkerungsbezogene Dokumentation der Verläufe von Tumorerkrankungen in der Oberpfalz und in Niederbayern
  • Dokumentation von Tumorerkrankungen für das epidemiologische Krebsregister
  • Fortbildung der niedergelassenen Ärzte in Qualitätszirkeln (7 Qualitätszirkel führen in den Landkreisen der Oberpfalz regelmäßig Fortbildungen und Fallkonsile durch.)
  • externe Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung
  • Zertifizierungen von onkologischen Organkrebszentren (z.B. Brustkrebs-, Darmkrebs, Prostatakrebs-, Lungenkrebs, Hautkrebszentren)
  • kontinuierlicher Informationstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis in der Onkologie

An der flächendeckenden und verlaufsbegleitenden Dokumentation von Tumorerkrankungen sind über 1000 niedergelassene Ärzte, das Universitätsklinikum Regensburg und 53 Krankenhäuser in der Oberpfalz und in Niederbayern beteiligt. Über 600 Ärzte sind in Onkologischen Qualitätszirkeln organisiert.

Ziele des Tumorzentrum Regensburg e.V.

Ziele des Tumorzentrums sind insbesondere die Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung der onkologischen Versorgung von Patienten, die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Versorgungssektor, die Auswertung der Dokumentation im Hinblick auf epidemiologische und klinische Entwicklungen und Veränderungen und die externe Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung der Oberpfalz.

Um eine adäquate Versorgungsqualität zu erreichen, müssen den jeweils an der Behandlung eines Patienten beteiligten Ärzten die entsprechenden Verlaufsdaten zur Verfügung stehen. Jeder behandelnde Arzt kann die Verlaufsdaten seiner Patienten im Tumorzentrum Regensburg abrufen. Dabei kommt dem Datenschutz eine hohe Bedeutung zu.

Fachgebiete, die im Tumorzentrum Regensburg (mehrfach) vertreten sind

- Allgemeinmedizin
- Augenheilkunde
- Chirurgie
- Dermatologie
- Gynäkologie
- HNO-Heilkunde
- Innere Medizin
  Gastroenterologie
  Hämatologie / Onkologie
- Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie
- Neurochirurgie
  - Neurologie
- Nuklearmedizin
- Pädiatrie
- Pathologie
- Plastische Chirurgie
- Pneumologie
- Psychoonkologie
- Psychotherapie
- Radiologie
- Strahlentherapie
- Urologie


Gemeinsam mit den bundesdeutschen Tumorzentren ist das Tumorzentrum Regensburg e.V. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren.