Qualitätszirkel - Netzwerk der Lebensqualitätstherapie

  • Psychotherapie
  • Physiotherapie
  • Schmerztherapie

Psychotherapie

Motivierung zu Einzelgesprächen nach Einbrüchen der Lebensqualität

Motivierung zu Einzelgesprächen nach Einbrüchen der Lebensqualität

Zur Psychotherapie führende Anliegen der Patientinnen und Patienten:

  • Bedrohliche Lebenskrise
  • Bedürfnis, einen Sinn für sich darin zu finden
  • Wunsch, schon lange bestehende innere Konflikte zu lösen
  • Die innere Notwendigkeit oder die neu auftauchende Bereitschaft, sich mit schwierig
    erlebten Beziehungskonstellationen, die viel „Energie binden“ auseinanderzusetzen
  • Unverarbeitete Trennungserlebnisse
  • Persönliche sehr stressvolle Lebensstile
  • Verringerung der tief empfundenen Unsicherheit gegenüber allen körperlichen Empfindungen
  • Mit körperlichen Veränderungen umgehen lernen
  • Bearbeitung von Behandlungsfolgen wie: Schmerzgeschehen, Beeinträchtigung der Attraktivität, Sexualität
  • Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit mit intensiven Gefühlen wie Angst, Wut und Trauer umgehen lernen

Physiotherapie

Manuelle Lymphdrainage
Manuelle Lymphdrainage

Rezeptierung Manuelle Lymphdrainage

  • Für die manuelle Lymphdrainage (MLD) ist vom Arzt zu rezeptieren: Indikation: LY3a
  • Heilmittel: 10xMLD á 45 min (60 min), mit gepolstertem lymphologischen Kompressionsverband nach Bedarf
  • Diagnose: Sekundäres Arm-, Thoraxwand-, Mammalymphödem nach Mamma-CA.
  • Leitsymptomatik: Chronisch invalidisierendes lymphostatisches Ödem gemäß Nationaler Konsens Lymphologie mit Sekundärkomplikationen an Cutis und Subcutis mit lymphostatischer Fibrosklerose. Begründung: Führt ohne komplexe physikalische Entstauungstherapie zu gefährlichen und kostenträchtigen Sekundärkomplikationen und Invalidisierung
  • für die Bestrumpfung: Kompressionsbestrumpfung Klasse 2 in flachgestrickter Nahtware, vom Sanitätshaus angepasst.

Merkblatt Lymphdrainage

Operation Procedere Rezeptierung

Sentinel-Node-Biopsie

keine Lymphdrainage notwendig

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Axilladissektion ohne / mit Radiatio der Axilla

Während gesamter adjuvanter Therapie sollte Lymphdrainage (LD) erfolgen.

Ggf.  unter CTX größere Intervalle der Lymphdrainage.

Dauer: bis 2-4 Wochen nach Abschluss der Radiatio. Dann Auslassversuch.

10 x MLD á 45min,

bei Bedarf gepolsterte Wickelung, angepasst

Befund Procedere Rezeptierung

Lymphödem Stadium I und Stadium II

Ambulante LD

10 x MLD á 45min,

bei Bedarf gepolsterte Wickelung, angepasst

Lymphödem Stadium III

Ambulante LD /
fakultativ stationäre Lymphdrainage

10 x MLD á 60min
und gepolsterte Wickelung, angepasst

Schmerztherapie

Prinzipien der Tumorschmerztherapie

  • Ergänzung von tumorspezifischer und symptomatischer Therapie
  • Beachtung der nicht-pharmakologischen Therapieoptionen (Krankenpflege, Orthesen, Prothesen, physikalische Therapie,  Lymphdrainage, TENS, psychosoziale Unterstützung, psychologische Begleitung)
  • Kommunikation aller Beteiligten (Therapeuten, Patienten, Angehörigen)
  • Festlegung Therapieziel/Therapieplan auf individuelle Bedürfnisse
  • Pharmakologische Schmerztherapie nach WHO-Richtlinien
  • Behandlung Gesamtbeschwerdebild (nicht nur Schmerz)

„Regeln der TU-Schmerztherapie“

  • orale statt intravenöser/intrathekaler Applikation
  • Individuelle Dosierung
  • große interindividuelle Dosierungsbreite
  • Einhaltung eines Zeitschemas
  • nicht aktueller Bedarf, sondern festes Zeitschema
  • Zusatzmedikation für Bedarfsfall
  • Exakte Einnahmeanleitung
  • schriftlich, Beschreibung von Nebenwirkungen,
  • Begleitmedikation
  • Antiemetika, Laxantien, Magenschutztherapie
  • Ko-Analgetika
  • Therapiekontrolle
  • Schmerztagebuch
  • Aufklärung über Wirkung/NW von Patient und Angehörigen
  • Frühzeitige Einbeziehung Schmerztherapeut zur Ergänzung komplementärer Verfahren

Schmerzerfassung -Dokumentation

  • Minimalfragen
Wo? Lokalisation und Ausstrahlung
Wie? Qualität und Intensität
Wann? Zeitlicher Verlauf
Wodurch? Modulierende Faktoren
Warum? Kausalzusammenhänge
Begleitbeschwerden? Übelkeit, Obstipation, Unruhe

 

  • Verbale Rating-Skala

klinischer Alltag/Verlaufskontrolle:  kein - leicht - mittel - schwer

  • Ernährungsberatung & Stomatherapie
  • Sozialberatung
  • Sport

Ernährungsberatung & Stomatherapie

Ernährungsratgeber für Patientinnen und Patienten mit einer Darmkrebserkrankung

Im Jahr 2011 wurde der Qualitätszirkel „Ernährungsberatung und Stomatherapie“ für die Studie "Lebensqualitätsdiagnostik und –therapie bei Patienten/innen mit Darmkrebs“ ins Leben gerufen.

Er setzt sich zusammen aus stationären und ambulanten Diplom-Oecotrophologen, Diätassistenten, Ernährungsberatern und Stomatherapeuten, die in interdisziplinärer Zusammenarbeit Ernährungsempfehlungen für Patienten/innen mit Darmkrebs erarbeiten und insbesondere auf die spezifischen Bedürfnisse von Patienten/innen mit künstlichem Darmausgang eingehen.

Ein Beispiel für die Arbeit des Qualitätszirkels ist die Broschüre „Ernährungsratgeber für Patientinnen und Patienten mit einer Darmkrebserkrankung“.

Gerne können Sie hiervon Exemplare anfordern.

Nähere Informationen und Kontakt:
lebens.qualitaet@ur.de oder telefonisch unter 0941 943-1846 bzw. -1849.

Sozialberatung

Der Qualitätszirkel (QZ) Sozialberatung wurde vom Tumorzentrum Regensburg gemeinsam mit der psychosozialen Beratungsstelle der Bayerischen Krebsgesellschaft am 24. April 2006 gegründet, um die Vernetzung von medizinischer und psychosozialer Behandlung zu verbessern.

Der QZ stellt einen breiten Zusammen­schluss von sehr unterschiedlich ausgerichteten Beratungsstellen dar, die sich um die sozialen Belange von Menschen mit Krebserkrankungen kümmern. Bei den regelmäßigen Treffen werden Probleme aufgegriffen, die im Verlauf der Erkrankung bei Patienten und Ärzten auftreten. Der QZ bemüht sich darum, gemeinsam Lösungen zu finden.

  • Der Qualitätszirkel bietet u.a. Informationen und Hilfen bei:
  • familiären Problemen z. B. Kinderbetreuung, Haushaltshilfe
  • finanziellen Schwierigkeiten
  • beruflichen Problemen
  • fortgeschrittener Krebserkrankung
  • Rentenanträgen


Die Teilnehmer des Qualitätszirkels sind z. B. tätig bei:

  • Amt für Jugend und Familie der Stadt Regensburg
  • Amt für Soziales der Stadt Regensburg
  • Bürgerzentrum – Versicherungsamt der Stadt Regensburg
  • Psychologische Beratungsstelle - Diakonisches Werk Regensburg e.V.
  • Integrationsfachdienst Oberpfalz
  • Schuldnerberatung der Diakonie
  • Palliamo e.V.
  • VdK Bayern Sozialverband
  • Haushalts-Hotline
  • Allgemeine Sozialberatung, Caritasverband

Lebensqualitätstherapeuten im Sozialen Bereich

Sport

Der Qualitätszirkel Sport setzt sich zusammen aus regionalen Vertretern von Rehasportgruppen, Laiensportgruppen, Ärzten und wissenschaftlicher Lehre (Institut für Sportwissenschaft, Universität Regensburg). Zuvor waren Teilnehmer dieses Qualitätszirkels integriert in den seit Jahren durch die Studie „Lebensqualität bei Brustkrebspatientinnen“ initiierten Qualitätszirkel Physiotherapie.

Ziel ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks mit Sportangeboten für onkologische Patientinnen und Patienten, welches zeit- und wohnortnah in Anspruch genommen werden kann.
Zudem soll die Qualität der vorhandenen Angebote kontinuierlich noch weiter gesteigert werden, durch Fortbildungen, die Einbeziehung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und die gemeinsame Diskussion.

Im letzten Qualitätszirkel referierte Professor Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule Köln zum Thema „Grenzen und Potentiale von Sportinterventionen bei onkologischen Patienten“ im April 2015 im Caritas-Krankenhaus St. Josef.